Warum du endlich einen Redaktionsplan brauchst – und wie du ihn erstellst
Du kennst das: Montagmorgen, der Kaffee ist leer, der Kopf auch – und auf deinem Unternehmensprofil passiert… nichts. Mal wieder. Dabei sollte doch „heute endlich was auf LinkedIn“, „vielleicht auch auf Instagram“, „und wenn’s ganz wild wird: TikTok!“ geschehen. Aber was?
Tja, willkommen in der contentlosen Realität vieler mittelständischer Unternehmen. Dabei ist die Lösung so einfach wie effizient: ein Social-Media-Redaktionsplan. Klingt nach Bürokratie, ist aber in Wahrheit dein bester Freund. Strukturierter, effizienter, erfolgreicher – und du schläfst besser.
1. Die Vorteile eines Redaktionsplans
Konsistenz statt Chaos
Wenn du nur dann postest, wenn gerade die Muse vorbeiweht, wirst du digital zum Phantom. Die Algorithmen lieben Regelmäßigkeit – und deine Zielgruppe auch. Wer sichtbar bleibt, bleibt relevant. Oder wie dein Zahnarzt sagt: Nur wer regelmäßig putzt, hat langfristig was davon.
Effizienz: Mehr schaffen mit weniger Aufwand
Planung ist nicht nur was für Streber. Ein Redaktionsplan hilft dir, Content thematisch zu bündeln, Aufgaben klar zu verteilen und Deadlines mit Würde zu begegnen. Du arbeitest nicht mehr reaktiv – sondern strategisch. Und plötzlich bleibt sogar noch Zeit für eine Mittagspause mit Geschmack.
Transparenz im Team
Nichts nervt mehr als zehn E-Mails zum Thema: „Wollten wir nicht gestern was posten?“ Mit einem klaren Plan weiß jeder, was läuft. Wer postet was – und warum überhaupt. Das reduziert Missverständnisse und senkt die Zahl der Slack-Nachrichten auf ein erträgliches Maß.
Flexibilität trotz Struktur
Struktur und Kreativität schließen sich nicht aus – sie daten sich nur ungern. Aber mit einem Plan kriegst du beides: genug Raum für spontane Geistesblitze und genug Substanz, um auch dann zu liefern, wenn gerade nichts Trendiges passiert. Und ja, auch du darfst mal auf einen Meme-Zug aufspringen – solange du dabei nicht vom Content-Gleis abkommst.
2. So erstellst du deinen Redaktionsplan – Schritt für Schritt
1. Zielgruppe analysieren
Wen willst du eigentlich erreichen? Und: Wer interessiert sich überhaupt für das, was du anbietest? Erstelle Personas. Klingt nach Buzzword-Bingo, ist aber Gold wert. Kenne die Probleme, Interessen und Plattformen deiner Zielgruppe – und liefere, was sie wirklich brauchen. Kein Katzenvideo, wenn’s um B2B-Software geht.
2. Themen definieren
Was interessiert deine Zielgruppe – und passt zu deinem Unternehmen? Denke an Branchentrends, saisonale Events, FAQs deiner Kunden. Content ohne Relevanz ist wie ein Witz ohne Pointe: schnell vergessen.
3. Die richtigen Plattformen wählen
Nicht überall musst du glänzen. LinkedIn für B2B? Klar. Instagram für Ästhetik? Vielleicht. Facebook? Nur wenn deine Zielgruppe da noch lebt. Fokussiere dich lieber auf zwei Kanäle richtig als auf fünf halbherzig.
4. Content-Formate festlegen
Video? Carousel? Text-Post? Klar. Aber bitte mit Plan. Nicht jedes Format passt zu jedem Thema. Und bitte: Abwechslung! Wer immer nur Grafiken postet, wird zur digitalen Tapete.
5. Den Redaktionskalender bauen
Ob Excel, Google Sheets, Trello oder Asana – egal. Hauptsache, du weißt, wann was wo passiert. Plane mindestens vier Wochen im Voraus und markiere Feiertage, Produktlaunches oder Branchenevents. Content-Hunger ist planbar – genau wie deine Urlaubsvertretung.
6. Zuständigkeiten klären
Content braucht Menschen. Wer textet? Wer designt? Wer macht das Häkchen, dass alles okay ist? Klare Zuständigkeiten verhindern kreative Blackouts und retten Freundschaften im Büro.
7. Erfolg messen und anpassen
Du bist nicht Jesus – du musst nicht glauben, du kannst wissen. Nutze Analysetools: Was performt gut? Was floppt wie die letzte Staffel deiner Lieblingsserie? Daraus lernst du. Und machst es beim nächsten Mal besser.
3. Nützliche Tools für deinen Plan
- Trello: Ideal für visuelle Planung mit Boards und Karten. Fühlt sich an wie Pinterest für Profis.
- Asana: Projektmanagement trifft Deadline-Therapie.
- Google Sheets: Old but gold. Schnell, flexibel, teamfähig.
- Canva: Für schnelle Designs, die aussehen, als hättest du einen Grafiker engagiert.
- Unsplash: Kostenlos. Schön. Lizenzfrei. Und deutlich besser als Stockfotos von 2006.
Fazit: Planung ist kein Kreativ-Killer – sie ist dein Booster
Ein Redaktionsplan macht aus chaotischem Post-Gewurstel eine schlaue, stringente Content-Strategie. Du sparst Zeit, bleibst sichtbar und bekommst – Achtung Buzzword! – echte Reichweite mit Relevanz. Also: Laptop auf, Plan anlegen, und keine Ausreden mehr. Denn du weißt ja jetzt – wer gut plant, postet besser.