Bilder schreien, bevor du sprichst

Warum visuelle Kommunikation dein stärkstes Marketing-Tool ist – und was du von Politikern lernen kannst

Du klickst auf eine Website. Kein Text, kein Claim, kein „Herzlich willkommen“. Stattdessen: ein Gesicht, halb im Schatten, die Haare wie nach einer durchzechten Nacht, der Blick irgendwo zwischen „Bin ich schon wach?“ und „Hilfe, wo bin ich?“.

Und du denkst dir: „Mit DEM will ich mein Geld nicht versenken.“

Willkommen in der Welt der Bildsprache. Sie ist da, bevor du da bist. Und sie redet – gnadenlos ehrlich.

Bilder wirken – immer. Frage an die Medien: Zufall oder Absicht?

Im Journalismus ist das alte Schule. Da wird nicht einfach das „schönste“ Foto genommen – sondern das wirksamste. Und glaub bloß nicht, das wäre Zufall.

Trump? Immer kurz vor dem Platzen und beinahe lächerlich.
Putin? Kalt wie ein russischer Winter.
Merz? Halb wach, halb egal.

Das ist kein Fotografenpech. Das ist Strategie. Denn Bilder erzählen Geschichten. Und Geschichten verkaufen Emotionen. Medien leben davon. Und du als Marketingverantwortlicher?

Du bist Bildredakteur – auch wenn du „nur“ Marketing machst

Marketingmenschen unterschätzen oft, was ein Bild zwischen den Pixeln erzählt. Dabei bist du längst im Spiel – ob du willst oder nicht. Jedes Bild auf deiner Website, in deinem LinkedIn-Post oder deinem Whitepaper ruft etwas hervor. Sympathie. Misstrauen. Interesse. Gähnen.

Und genau deshalb brauchst du einen Plan. Eine Bildstrategie.

Drei Regeln für bessere Bilder – und bessere Botschaften

1. Nimm das stärkste, nicht das schönste Bild.

Das Standard-Stockfoto vom Zahnpasta-Lächeln beim Business-Handshake? Sorry – das schreit „Ich hab Marketing von 2004 aufgesogen“.
Zeig lieber ein echtes Bild, das Nähe, Kompetenz oder Mut ausstrahlt. Kein Schauspiel, sondern Statement.

2. Denke in Symbolen, nicht in Ästhetik.

Blick nach oben = Hoffnung.
Rücken zur Kamera = Rückzug oder Fokus.
Schräge Perspektive = Dynamik oder Unruhe.
Licht, Schatten, Farben – das sind deine Storytelling-Tools.

3. Frag dich: Was sagt das Bild, wenn der Ton aus ist?

Von unten fotografiert? Wirkt mächtig – oder größenwahnsinnig.
Direkter Blick in die Kamera? Nahbar – oder aufdringlich.
Es ist wie bei Dates: Der erste Eindruck kommt nonverbal – und bleibt.

Die geheimen Tricks der Bildwirkung

TrickWirkung
Offener Mund beim RedenUnkontrolliert, unvorteilhaft
Wind im HaarChaos, Kontrollverlust
Perspektive von unten/obenMacht oder Ohnmacht
Schatten im GesichtDüster, dramatisch
Verzerrte MimikUnprofessionell, bizarr

Und ja: Manchmal willst du genau das erzeugen. Drama, Kritik, Ironie. Aber dann bitte bewusst – nicht, weil der Praktikant schnell ein Bild rausgesucht hat.

Dein Bild ist deine Bühne – nutz sie

Social Media scrollt schneller als du „Conversion“ sagen kannst. Wenn dein Bild nicht sofort wirkt, wirkt es gar nicht.
Deshalb: Mach deine Bilder zur Bühne. Zur Schlagzeile ohne Worte. Zur Einladung in deine Markenwelt.

Denn wer Bildsprache beherrscht, kann sich viel Text sparen – und wird trotzdem besser verstanden.

Vergiss dekorative Stock-Bilder. Mach Bilder, die Haltung zeigen, denn nur das stärkste Bild gewinnt.

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